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2-(3,4,5-trimethoxyphenyl)ethylamine
Mescalin ist ein natürliches Phenethylamin-Psychedelikum aus dem Peyote-Kaktus (Lophophora williamsii) und San-Pedro-Kaktus (Echinopsis pachanoi). Es wirkt als Partialagonist am 5-HT2A-Rezeptor mit zusätzlicher dopaminerger und adrenerger Aktivität. Typische Dosen: 200–400 mg Mescalinhydrochlorid oral; die Erfahrung dauert 8–14 Stunden und ist damit länger als LSD oder Psilocybin. Charakteristisch sind intensiv-farbige Halluzinationen, emotionale Tiefe und somatische Wärme. Mescalin ist Sakrament der Native American Church und hat praktisch kein Abhängigkeitspotenzial.
Mental
Tiefe emotionale Öffnung und Empathie (entaktogene Komponente)
Mental
Intensive Introspektion und philosophische Gedanken
Mental
Spirituelle Erfahrungen und Gefühl kosmischer Verbundenheit
Mental
Ausgeprägte Übelkeit in der Anstiegsphase (1–2 h)
Mental
Leichte sympathomimetische Effekte: erhöhte Herzrate, Muskelzittern
5 dokumentierte Interaktionen
Auch ohne Hochrisiko-Signal existieren dokumentierte Wechselwirkungen, die situativ relevant sein können.
MAO-Hemmer
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
Alkohol
Benzodiazepine
Stimulanzien
Der Fingerprint verdichtet Rezeptoren, Wirkmechanismen und Substanzklasse zu einem kompakten pharmakologischen Profil.
Er dient als Orientierung für das Gesamtprofil, nicht als Ersatz für die Detailsektionen. Die Datenlage ist hier begrenzt.
Mescalin ist ein Phenethylamin-Psychedelikum, das primär als partieller Agonist am 5-HT2A-Rezeptor wirkt – der primäre Mechanismus für psychedelische Effekte, identisch mit LSD…
Wirkmechanismen
Zielrezeptoren
Trust Layer
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Moderate Evidenz
Basierend auf Fachliteratur mit eingeschränkter primärer Evidenz.
Datenqualität
Mittlere Datenqualität
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Quellen
3 Quellen
3 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 3 direkt eingeblendet.
Review & Aktualität
Zuletzt geprüft: 27. März 2026
Zuletzt relativ frisch geprüft oder aktualisiert.
Wissenschaftlich aufbereitete Informationen, keine medizinische Beratung.
⚠️ Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Aufklärung und Schadensminimierung. Er stellt keine Konsum- oder Dosierungsanleitung dar.
Quelle: Nichols DE – Psychedelics (Pharmacol Rev 2016) (peer_reviewed) Quelle: EMCDDA Drug Profile: Mescaline (curated) — Link Quelle: Halberstadt AL – Recent Advances in the Neuropsychopharmacology of Serotonergic Hallucinogens (peer_reviewed) Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für Mescaline (expert_consensus) Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für Mescalin (expert_consensus)
Mescalin wirkt primär als partieller Agonist an 5-HT₂A-Rezeptoren des präfrontalen Kortex (PFC), was den psychedelischen Effekt durch Gq-Protein–IP₃/DAG-Signalkaskade und β-Arrestin-Rekrutierung vermittelt. Die Affinität an 5-HT₂A ist deutlich geringer als bei Indolpyridinen (LSD, Psilocin) oder 2C-B — daher sind höhere Doisbedarf und lange Wirkdauer (8–12h) charakteristisch. Anders als klassische Tryptamine hat Mescalin eine stärkere Interaktion mit D1/D2-Dopaminrezeptoren, was die einzigartige körperlich-stimulante Qualität der Mescalin-Erfahrung erklärt.
Quelle: Nichols DE – Psychedelics (Pharmacol Rev 2016) (peer_reviewed) Quelle: EMCDDA Drug Profile: Mescaline (curated) — Link Quelle: Halberstadt AL – Recent Advances in the Neuropsychopharmacology of Serotonergic Hallucinogens (peer_reviewed) Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für Mescaline (expert_consensus) Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für Mescalin (expert_consensus)