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cis-(1R,2R)-2-[(dimethylamino)methyl]-1-(3-methoxyphenyl)cyclohexan-1-ol
Tramadol ist ein synthetisches Opioid mit analgetischer Wirkung, das sowohl als μ-Opioid-Rezeptor-Agonist als auch als Wiederaufnahmehemmer von Serotonin und Noradrenalin wirkt. Es wird zur Behandlung mäßiger bis mäßig starker Schmerzen eingesetzt. Aufgrund seiner Wirkmechanismen besteht ein Risiko für Abhängigkeit, Serotonin-Syndrom und andere Nebenwirkungen. Die Kombination mit anderen serotonergen Substanzen sollte vermieden werden.
Mental
Schmerzlinderung
Mental
Sedierung
Mental
Euphorie
Mental
Angstlinderung
Mental
Muskelentspannung
7 gefährliche Kombinationen
Diese Kombinationen sollten vor jeder weiteren Recherche zuerst geprüft werden, weil sie akute Risiken deutlich erhöhen können.
Bestimmte Kombinationen können gefährlich sein. Informiere dich vor der Einnahme mit anderen Substanzen.
Lebensbedrohlich: Serotoninsyndrom durch Tramadol + MAO-Hemmung
Tramadol hemmt die Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme und ist ein schwacher μ-Opioid-Agonist. MAO-Hemmer blockieren den Serotoninabbau. Die Kombination führt zu einer doppelten Serotoninerhöhung (Wiederaufnahmehemmung + Abbauhemmung). Zusätzlich wird die Opioidwirkung von Tramadol durch verlangsamten Metabolismus potenziert. Serotoninsyndrom und verstärkte Atemdepression sind die Hauptrisiken.
Lebensbedrohlich: MAO-Hemmer + Serotonin-Wiederaufnahmehemmer + Opioid
Tramadol hemmt SERT und NET und wirkt als schwacher μ-Opioid-Agonist. Ayahuasca enthält MAO-A-Inhibitoren. Die Kombination eliminiert zwei Serotonin-Clearance-Mechanismen (Abbau + Wiederaufnahme) und verstärkt gleichzeitig die Opioidwirkung. Diese Dreierkombination (MAO-Hemmung + SERT-Blockade + Opioid-Agonismus) ist besonders gefährlich. Todesfälle durch Tramadol+MAOI-Interaktionen sind dokumentiert. Das Risiko wird in Retreat-Settings häufig unterschätzt, da Tramadol als "leichtes Schmerzmittel" wahrgenommen wird.
Hohes Risiko: Serotoninsyndrom und Krampfanfälle
Tramadol hemmt neben seiner opioidagonistischen Wirkung am μ-Opioidrezeptor die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. SSRI blockieren ebenfalls den Serotonintransporter. Die Kombination kann zu einer gefährlichen serotonergen Überaktivierung führen (Serotoninsyndrom). Zusätzlich senken beide Substanzen unabhängig voneinander die Krampfschwelle, was das Risiko epileptischer Anfälle deutlich erhöht.
Hohes Risiko: Additive Atemdepression und serotonerge Komplikationen
Tramadol und Morphin wirken beide als μ-Opioidrezeptor-Agonisten, wobei Tramadol zusätzlich die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin hemmt. Die Kombination führt zu einer additiven bis überadditiven Atemdepression. Die serotonerge Komponente von Tramadol kann bei gleichzeitiger Opioidgabe zusätzliche neurotoxische Risiken bergen. Die unterschiedlichen Wirkmechanismen erschweren die Risikoabschätzung erheblich.
Hohes Risiko: Serotoninsyndrom und Krampfanfälle
Tramadol hemmt die Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme (SERT/NET-Inhibitor) und senkt die Krampfschwelle dosisabhängig. SNRI haben das gleiche SERT/NET-Hemmungsprofil. Die Kombination erzeugt funktionell eine Dosiseskalation der monoaminergen Wiederaufnahmehemmung. Klinisch dokumentierte Risiken: Serotoninsyndrom (insbesondere bei Dosisänderungen), Krampfanfälle (additive Krampfschwellensenkung), und verstärkte Opioidwirkung. Die Fachinformation von Tramadol listet SNRI als relative Kontraindikation.
Der Fingerprint verdichtet Rezeptoren, Wirkmechanismen und Substanzklasse zu einem kompakten pharmakologischen Profil.
Er dient als Orientierung für das Gesamtprofil, nicht als Ersatz für die Detailsektionen. Die Datenlage ist hier begrenzt.
Tramadol ist ein atypisches Opioid mit dualem Wirkmechanismus. (1) Schwacher direkter μ-Opioid-Agonist (Ki ~2µM). Der aktive Metabolit O-Desmethyltramadol (via…
Wirkmechanismen
Zielrezeptoren
Trust Layer
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Hohe Evidenz
Gestützt durch mehrere primäre Literaturquellen und wissenschaftliche Reviews.
Datenqualität
Mittlere Datenqualität
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Quellen
2 Quellen
2 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 4 direkt eingeblendet.
Review & Aktualität
Zuletzt geprüft: 27. März 2026
Zuletzt relativ frisch geprüft oder aktualisiert.
Wissenschaftlich aufbereitete Informationen, keine medizinische Beratung.