Substanz-Vergleich
Im Bereich Abhängigkeitsrisiko zeigt Kratom merklich höhere Werte. Im Bereich Körperbelastung zeigt Kratom merklich höhere Werte. Der Vergleich trennt Depressiva und Opioide nach Mechanismen, Wirkprofil, Dauer, Risikoprofil und Harm-Reduction-Kontext.
Der Vergleich zeigt, wie unterschiedlich psychoaktive Pharmakologie, Wirkprofil und Risikokontext ausfallen können.
Für dieses Paar liegt noch kein vollständig normalisierter Timeline-Overlay vor. Synapedia zeigt deshalb keine exakten Verlaufskurven und behandelt Dauerangaben als Datenlücke statt als sichere Vergleichsgrundlage.
Keine belastbare strukturierte Wirkverlaufsangabe im Compare-Datensatz.
Strukturierte Wirkverlaufsdaten sind vorhanden, aber nicht vollständig als Kurve normalisiert.
Kratom hat merklich höhere Abhängigkeitsrisiko
Kratom hat merklich höhere Körperbelastung
| Benzodiazepine | Kratom | |
|---|---|---|
| Klasse | Depressiva | Opioide |
| Risikostufe | moderate | moderate |
| Wirkmechanismen | Positive allosterische Modulation am GABA-A-Rezeptor | Partieller μ-Opioid-Agonist, Adrenozeptor-Agonist |
| Rezeptoren | GABA-A | μ-Opioid, κ-Opioid |
| Effekte | — | Schmerzlinderung, Euphorie, Stimmungsaufhellung, Energiesteigerung, Entspannung |
| Evidenz | — | moderate |
Kratom enthält zwei pharmakologisch relevante Alkaloide: Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin (7-HMG). Mitragynin wirkt bei niedrigen Dosen primär als α2-adrenerger Agonist und moduliert Serotonin-/Dopaminwiederaufnahme (stimulierende Effekte). Bei höheren Dosen wird 7-HMG zum dominanten Wirkstoff: Es ist ein partieller Agonist an μ-Opioid-Rezeptoren mit ca. 13-facher Potenz gegenüber Morphin (tierexperimentell). 7-HMG aktiviert zusätzlich δ- und κ-Opioid-Rezeptoren. Mitragynin wird hepatisch durch CYP3A4/2D6 zu 7-HMG metabolisiert, was die duale Wirkpharmakologie erklärt.
Schadensminimierung
Keine Daten zur Schadensminimierung verfügbar
Evidenz: nicht bewertet · Quellen: 2
Evidenz: moderate · Quellen: 9
Benzodiazepine und Kratom gehören zu unterschiedlichen Klassen. Deshalb sollten Mechanismus, Wirkung und Risiko nicht gleichgesetzt werden.
Synapedia zeigt für dieses Paar aktuell keine starke gemeinsame Rezeptorachse. Fehlende Daten sind keine Entwarnung.
Beide Substanzen sind aktuell mit "moderate" eingeordnet. Das ist keine Sicherheitsgarantie und ersetzt keine individuelle medizinische Einschätzung.
Für dieses Paar gibt es einen Wechselwirkungskontext. Synapedia beschreibt Risiken und Warnzeichen, gibt aber keine Anleitung zum Kombinieren.