Substanz-Vergleich
DXM ist im Bereich Dissoziation deutlich stärker ausgeprägt. Kokain ist im Bereich Stimulation deutlich stärker ausgeprägt. Kokain ist im Bereich Abhängigkeitsrisiko deutlich stärker ausgeprägt. Im Bereich Körperbelastung zeigt Kokain merklich höhere Werte. Der Vergleich trennt Dissoziativa und Stimulanzien nach Mechanismen, Wirkprofil, Dauer, Risikoprofil und Harm-Reduction-Kontext.
Trotz unterschiedlicher Klassen überschneiden sich Zielstrukturen wie SERT. Das macht Gemeinsamkeiten und Risikounterschiede besonders erklärbar.
Für dieses Paar liegt noch kein vollständig normalisierter Timeline-Overlay vor. Synapedia zeigt deshalb keine exakten Verlaufskurven und behandelt Dauerangaben als Datenlücke statt als sichere Vergleichsgrundlage.
Keine belastbare strukturierte Wirkverlaufsangabe im Compare-Datensatz.
Strukturierte Wirkverlaufsdaten sind vorhanden, aber nicht vollständig als Kurve normalisiert.
DXM hat deutlich höhere Dissoziation
Kokain hat deutlich höhere Stimulation
Kokain hat deutlich höhere Abhängigkeitsrisiko
Kokain hat merklich höhere Körperbelastung
| DXM | Kokain | |
|---|---|---|
| Klasse | Dissoziativa | Stimulanzien |
| Risikostufe | moderate | high |
| Wirkmechanismen | NMDA-Antagonist, SERT-Inhibitor, Sigma-1-Agonist | DAT-Inhibitor, SERT-Inhibitor, NET-Inhibitor |
| Rezeptoren | NMDA, SERT, Sigma-1 | DAT, SERT, NET |
| Effekte | Dissoziation und Loslösung vom Körper, Analgesie (Schmerzunempfindlichkeit), Euphorie und Traumzustände, Veränderte Raum- und Zeitwahrnehmung, Antidepressive Wirkung (klinisch belegt für Ketamin) | Intensive Euphorie und gesteigertes Selbstwertgefühl, Erhöhte Energie, Wachheit und Gesprächigkeit, Unterdrückter Appetit und verringertes Schlafbedürfnis, Erhöhte Herzrate und Blutdruck (sympathomimetisch), Lokale Taubheit bei nasaler Anwendung |
| Evidenz | strong | strong |
Kokain ist ein nicht-seletktiver kompetitiver Reuptake-Inhibitor der monoaminergen Transporter DAT, NET und SERT. Das Blockieren dieser Transporter führt zu einer Akkumulation von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin im synaptischen Spalt. Der primäre Belohnungseffekt entsteht durch die Dopamin-Akkumulation im Nucleus accumbens und Striatum. Im Gegensatz zu Amphetamin bewirkt Kokain keinen Reverse Transport, sondern hemmt nur die Wiederaufnahme. Die lokale Anästhesie entsteht durch die Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle.
Evidenz: strong · Quellen: 6
Evidenz: strong · Quellen: 5
DXM und Kokain gehören zu unterschiedlichen Klassen. Deshalb sollten Mechanismus, Wirkung und Risiko nicht gleichgesetzt werden.
Die Daten zeigen Überschneidungen bei SERT. Gemeinsame Zielstrukturen bedeuten aber nicht gleiche Wirkung oder gleiche Sicherheit.
DXM ist aktuell mit "moderate" eingeordnet, Kokain mit "high". Individuelles Risiko hängt trotzdem von Gesundheit, Medikamenten, Kontext und weiteren Substanzen ab.
Synapedia wertet fehlende paarbezogene Daten nicht als Sicherheit. Mischkonsum kann unvorhersehbar sein, besonders bei Medikamenten, Vorerkrankungen oder weiteren Substanzen.