Synapedia is an independent knowledge project about psychoactive substances and harm reduction. If the platform helps you learn something new, you can support its development.
Every bit helps keep the project alive.
7-chloro-1-methyl-5-phenyl-3H-1,4-benzodiazepin-2-one
Diazepam ist ein Benzodiazepin, das vor allem durch die Verstärkung der GABA-A-Rezeptor-Aktivität wirkt. Es wird medizinisch zur Behandlung von Angstzuständen, Muskelkrämpfen und epileptischen Anfällen eingesetzt. Aufgrund seines Abhängigkeitspotenzials und Entzugssyndroms ist ein vorsichtiger Umgang erforderlich. Diazepam besitzt sedierende, anxiolytische und antikonvulsive Eigenschaften.
Mental
Ausgeprägte Anxiolyse und Entspannung bei Angstzuständen und Panikattacken
Mental
Muskelrelaxierende Wirkung (Spasmolyse bei Muskelspasmen)
Mental
Antikonvulsiver Effekt (Status-epilepticus-Therapie)
Mental
Amnesie für medizinische Eingriffe (prämedikative Anwendung)
Mental
Paradoxe Disinhibition: Agitation, Aggression (besonders bei Kindern und Älteren)
3 gefährliche Kombinationen
Diese Kombinationen sollten vor jeder weiteren Recherche zuerst geprüft werden, weil sie akute Risiken deutlich erhöhen können.
Bestimmte Kombinationen können gefährlich sein. Informiere dich vor der Einnahme mit anderen Substanzen.
Lebensbedrohlich: Atemdepression (FDA Black Box Warning)
Die Kombination von Opioid-Analgetika und Benzodiazepinen ist mit der FDA Black Box Warning versehen. Beide Substanzen deprimieren die Atemregulation über unterschiedliche Mechanismen — die Kombination ist synergistisch, nicht additiv. Todesfälle durch Atemdepression bei dieser Kombination sind häufig dokumentiert.
Lebensbedrohlich: Opioid + Benzodiazepin — FDA Black Box Warning
Die Kombination von Benzodiazepin und Opioid ist die häufigste Ursache opioidbezogener Todesfälle. Die FDA hat eine Black Box Warning für diese Kombination erteilt. Die Atemdepression ist synergistisch (stärker als additiv) und kann innerhalb von Minuten zum Tod führen.
Hohes Risiko: Synergistische ZNS-Dämpfung und Atemdepression
Beide Substanzen potenzieren GABAerge Hemmung. Die Kombination führt zu übermäßiger Sedation, Koordinationsverlust, Atemdepression und erhöhtem Aspirationsrisiko bei Bewusstlosigkeit. Die Kombination ist eine häufige Ursache für Benzodiazepinbezogene Notfallaufnahmen.
Diazepam ist das Prototyp-Benzodiazepin und ein positiv-allosterischer Modulator an GABAA-Rezeptoren. Bindet hochaffinativ an die Benzodiazepinbindungsstelle zwischen α- und…
Wirkmechanismen
Zielrezeptoren
Trust Layer
Evidenz, Datenqualität, Quellenbasis und Review-Stand sind hier auf einen Blick verdichtet.
Evidenzniveau
Hohe Evidenz
Gestützt durch mehrere primäre Literaturquellen und wissenschaftliche Reviews.
Datenqualität
Mittlere Datenqualität
Die wichtigsten Punkte sind abgedeckt, aber Teile der Einordnung beruhen eher auf Baseline-Daten oder allgemeinen Klassenmustern.
Quellen
2 Quellen
2 sichtbare oder erfasste Quellen; davon 3 direkt eingeblendet.
Review & Aktualität
Zuletzt aktualisiert: 23. April 2026
Zuletzt relativ frisch geprüft oder aktualisiert.
Wissenschaftlich aufbereitete Informationen, keine medizinische Beratung.
⚠️ Dieser Artikel dient ausschließlich der wissenschaftlichen Aufklärung und Schadensminimierung. Er stellt keine Konsum- oder Dosierungsanleitung dar.
Quelle: Olsen RW – GABA and Benzodiazepine Receptors (Pharmacol Rev 2016) (peer_reviewed) Quelle: EMCDDA Drug Profile: Benzodiazepines (curated) — Link Quelle: Lader M – History of Benzodiazepine Dependence (Subst Use Misuse 2011) (peer_reviewed) Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für Diazepam (expert_consensus)
Diazepam ist ein positiver allosterischer Modulator (PAM) des GABA-A-Rezeptors. Es bindet an der Benzodiazepin-Bindungsstelle zwischen α- und γ₂-Untereinheiten und verstärkt die inhibitorische Wirkung von endogenem GABA ohne eigenständige Kanalaktivierung. Die Cl⁻-Kanal-Öffnungsfrequenz steigt — die Zellmembran hyperpolarisiert. Subunit-Selektivität bestimmt den Wirkcharakter: α₁ vermittelt Sedation, Hypnose, Amnesie und Antikonvulsion; α₂/α₃ vermitteln Anxiolyse und Muskelrelaxation; α₅ Gedächtniseffekte.
Quelle: Olsen RW – GABA and Benzodiazepine Receptors (Pharmacol Rev 2016) (peer_reviewed) Quelle: EMCDDA Drug Profile: Benzodiazepines (curated) — Link Quelle: Lader M – History of Benzodiazepine Dependence (Subst Use Misuse 2011) (peer_reviewed) Quelle: Enrichment: Generierte Sicherheitsinformationen für Diazepam (expert_consensus)