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Known pharmacological interactions based on scientific literature
This information is based on scientific literature and is for educational purposes only. It does not replace medical advice.
Lebensbedrohlich: Serotoninsyndrom durch Tramadol + MAO-Hemmung
Tramadol hemmt die Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme und ist ein schwacher μ-Opioid-Agonist. MAO-Hemmer blockieren den Serotoninabbau. Die Kombination führt zu einer doppelten Serotoninerhöhung (Wiederaufnahmehemmung + Abbauhemmung). Zusätzlich wird die Opioidwirkung von Tramadol durch verlangsamten Metabolismus potenziert. Serotoninsyndrom und verstärkte Atemdepression sind die Hauptrisiken.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: MAO-Hemmer + Serotonin-Wiederaufnahmehemmer + Opioid
Tramadol hemmt SERT und NET und wirkt als schwacher μ-Opioid-Agonist. Ayahuasca enthält MAO-A-Inhibitoren. Die Kombination eliminiert zwei Serotonin-Clearance-Mechanismen (Abbau + Wiederaufnahme) und verstärkt gleichzeitig die Opioidwirkung. Diese Dreierkombination (MAO-Hemmung + SERT-Blockade + Opioid-Agonismus) ist besonders gefährlich. Todesfälle durch Tramadol+MAOI-Interaktionen sind dokumentiert. Das Risiko wird in Retreat-Settings häufig unterschätzt, da Tramadol als "leichtes Schmerzmittel" wahrgenommen wird.
Mechanism
Harm Reduction
Hohes Risiko: Serotoninsyndrom und Krampfanfälle
Tramadol hemmt neben seiner opioidagonistischen Wirkung am μ-Opioidrezeptor die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. SSRI blockieren ebenfalls den Serotonintransporter. Die Kombination kann zu einer gefährlichen serotonergen Überaktivierung führen (Serotoninsyndrom). Zusätzlich senken beide Substanzen unabhängig voneinander die Krampfschwelle, was das Risiko epileptischer Anfälle deutlich erhöht.
Mechanism
Harm Reduction
Hohes Risiko: Additive Atemdepression und serotonerge Komplikationen
Tramadol und Morphin wirken beide als μ-Opioidrezeptor-Agonisten, wobei Tramadol zusätzlich die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin hemmt. Die Kombination führt zu einer additiven bis überadditiven Atemdepression. Die serotonerge Komponente von Tramadol kann bei gleichzeitiger Opioidgabe zusätzliche neurotoxische Risiken bergen. Die unterschiedlichen Wirkmechanismen erschweren die Risikoabschätzung erheblich.
Mechanism
Harm Reduction
Hohes Risiko: Serotoninsyndrom und Krampfanfälle
Tramadol hemmt die Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme (SERT/NET-Inhibitor) und senkt die Krampfschwelle dosisabhängig. SNRI haben das gleiche SERT/NET-Hemmungsprofil. Die Kombination erzeugt funktionell eine Dosiseskalation der monoaminergen Wiederaufnahmehemmung. Klinisch dokumentierte Risiken: Serotoninsyndrom (insbesondere bei Dosisänderungen), Krampfanfälle (additive Krampfschwellensenkung), und verstärkte Opioidwirkung. Die Fachinformation von Tramadol listet SNRI als relative Kontraindikation.
Mechanism
Harm Reduction
Hohes Risiko: Serotoninsyndrom, Krampfanfälle und Kardiotoxizität
Tramadol und TCA teilen das SERT/NET-Hemmungsprofil und senken beide die Krampfschwelle. Die Kombination erzeugt drei konvergierende Risiken: (1) Serotoninsyndrom durch additive serotonerge Hemmung, (2) Krampfanfälle durch additive Krampfschwellensenkung, (3) Kardiotoxizität durch TCA-Natriumkanal-Blockade bei gleichzeitiger Katecholaminerhöhung. Pharmakokinetisch hemmen TCA CYP2D6, das Tramadol zum aktiven Opioid-Metaboliten O-Desmethyltramadol (O-DSMT) konvertiert — dies kann die Opioidanalgesie reduzieren und die serotoninerge Muttersubstanz-Exposition erhöhen.
Mechanism
Harm Reduction
ZNS-Depression und erhöhtes Krampfrisiko
Tramadol wirkt als schwacher μ-Opioid-Agonist und hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin. Ethanol verstärkt die ZNS-depressive Wirkung. Zusätzlich senkt Tramadol die Krampfschwelle, was durch die GABAerge/glutamaterge Dysbalance bei Alkoholentzug oder -konsum verstärkt werden kann.
Mechanism
Harm Reduction
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