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Known pharmacological interactions based on scientific literature
This information is based on scientific literature and is for educational purposes only. It does not replace medical advice.
Häufigste Todesursache in der Opioid-Substitutionstherapie
Methadon ist ein vollsynthetischer μ-Opioid-Agonist mit langer, inter-individuell stark variabler Halbwertszeit (15–60h). Methadon blockiert zusätzlich hERG-Kaliumkanäle und kann die QT-Zeit verlängern (Torsades-de-Pointes-Risiko). Benzodiazepine potenzieren die GABA-A-vermittelte ZNS-Depression. Die Kombination ist epidemiologisch die häufigste Kombination bei Todesfällen in der Opioid-Substitutionstherapie. Die variable Methadon-Halbwertszeit macht Akkumulationsrisiken über Tage schwer kalkulierbar.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: Potenter Opioid-Metabolit + Benzodiazepin
O-Desmethyltramadol (O-DSMT) ist der aktive Opioid-Metabolit von Tramadol mit signifikant höherer μ-Opioid-Rezeptor-Affinität als die Muttersubstanz. Im Gegensatz zu Tramadol hat O-DSMT minimale SERT-Hemmung — das Risikoprofil ist primär opioidartig. Die Kombination mit Benzodiazepinen folgt dem klassischen Opioid-Benzodiazepin-Atemdepressionsrisiko. O-DSMT wird als Research Chemical vertrieben und unterliegt keiner pharmazeutischen Standardisierung — Dosierungsfehler sind durch variable Reinheit wahrscheinlich.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: Atemdepression durch doppelte ZNS-Hemmung
Fentanyl ist ein hochpotenter μ-Opioid-Agonist, der den Atemantrieb im Hirnstamm unterdrückt. Benzodiazepine potenzieren die GABAerge Hemmung, was den Atemantrieb zusätzlich reduziert. Diese Kombination ist die weltweit häufigste Ursache für substanzbezogene Todesfälle. Bereits geringe Mengen beider Substanzen können zu tödlicher Atemdepression führen, insbesondere bei opioidnaiven Personen.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: Synergistische Atemdepression
Heroin (Morphin-Prodrug) und Benzodiazepine hemmen den Atemantrieb über komplementäre Mechanismen. Benzodiazepine sind bei vielen opioidbedingten Todesfällen als Kofaktor nachweisbar. Die Wirkungsverstärkung ist überadditiv — selbst moderate Einzeldosen können in Kombination zu tödlicher Atemdepression führen.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: Additive Atemdepression
Oxycodon und Benzodiazepine hemmen den Atemantrieb über unterschiedliche, komplementäre Mechanismen. Die Kombination ist eine häufige Ursache für arzneimittelbezogene Todesfälle. Die FDA und die EMA empfehlen, diese Substanzkombination zu vermeiden.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: Atemdepression durch Opioid + Benzodiazepin
Hydrocodon ist ein halbsynthetisches Opioid mit μ-Opioid-Agonismus. Die Kombination mit Benzodiazepinen folgt dem seit den FDA-Boxed-Warnings von 2016 bekannten Muster: synergistische Atemdepression über komplementäre Mechanismen. Hydrocodon wird über CYP2D6 zu Hydromorphone metabolisiert — CYP-Interaktionen können die Opioidexposition verändern.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: Doppelte GABAerge Potenzierung
GBL (umgewandelt zu GHB) aktiviert GABA-B-Rezeptoren, Benzodiazepine potenzieren GABA-A-Rezeptoren. Die doppelte GABAerge Aktivierung über verschiedene Rezeptorsubtypen führt zu synergistischer ZNS-Depression mit Risiko für Koma und Atemdepression.
Mechanism
Harm Reduction
Schwere ZNS-Depression: Synergistische Atemdepression und Aspirationsrisiko
Benzodiazepine und Ethanol potenzieren beide die GABAerge Neurotransmission am GABA-A-Rezeptor, allerdings über unterschiedliche Bindungsstellen (Benzodiazepin-Bindungsstelle vs. Neurosteroid/Ethanol-Bindungsstelle). Die resultierende überadditive GABAerge Depression führt zu schwerer Sedierung, Ataxie, motorischer Beeinträchtigung, anterograder Amnesie, Bewusstlosigkeit, Atemdepression und Aspirationsrisiko. Diese Kombination ist die weltweit häufigste Ursache ungeplanter substanzbezogener Notaufnahme-Aufnahmen.
Mechanism
Harm Reduction
Additive Atemdepression: ZNS-Depressiva-Kombination
Kratom enthält Mitragynin und 7-Hydroxymitragynin, die als partielle μ-Opioid-Rezeptor-Agonisten wirken. Benzodiazepine potenzieren GABA-A-Rezeptoren. Die Kombination folgt dem Opioid-Benzodiazepin-Atemdepressionsrisiko. Die Pharmakokinetik von Kratom ist variabel (sortenabhängig, standardisiert verfügbar) und das individuelle Risiko schwer kalkulierbar.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: Synergistische Atemdepression
Morphin ist ein potenter μ-Opioid-Agonist, der den Atemantrieb im Hirnstamm unterdrückt. Benzodiazepine potenzieren die GABAerge Hemmung über GABA-A-Rezeptoren. Die synergistische Atemdepression über komplementäre Mechanismen (Opioid-Rezeptor + GABA-A-Rezeptor) ist die häufigste Ursache für opioidassoziierte Todesfälle in Krankenhäusern. Die FDA Boxed Warning gilt für alle Opioid-Benzodiazepin-Kombinationen.
Mechanism
Harm Reduction
Lebensbedrohlich: Synergistische GABAerge Atemdepression
GHB wirkt primär als GABA-B-Agonist und beeinflusst zusätzlich GABA-A-Rezeptoren in höheren Konzentrationen. Benzodiazepine sind positive allosterische Modulatoren am GABA-A-Rezeptor. Die Kombination aktiviert beide GABAergen Rezeptorsysteme (GABA-A und GABA-B) gleichzeitig und führt zu einer synergistischen ZNS-Depression. Das Risiko für tiefe Bewusstlosigkeit, Atemdepression und Aspiration ist erheblich erhöht.
Mechanism
Harm Reduction
Atemdepression: Opioide und Benzodiazepine
Codein ist ein Prodrug, das hepatisch über CYP2D6 zu Morphin umgewandelt wird. Die Opioidwirkung variiert inter-individuell stark: CYP2D6-Ultra-Rapid-Metabolizer (6–10% der europäischen Bevölkerung) konvertieren mehr Codein zu Morphin und haben ein erhöhtes Opioidexpositionsrisiko. Die Kombination mit Benzodiazepinen folgt dem FDA-Boxed-Warning-Muster für Opioid-Benzodiazepin-Kombinationen. Codein ist in freiverkäuflichen Hustenmitteln verfügbar — die Interaktion wird häufig nicht erkannt.
Mechanism
Harm Reduction
Verstärkte ZNS-Depression und Atemdepression
Pregabalin und Benzodiazepine wirken über unterschiedliche, aber konvergierende Mechanismen ZNS-depressiv. Die Kombination ist mit erhöhtem Risiko für Atemdepression, übermäßige Sedierung und Stürze verbunden. Beide Substanzen haben Abhängigkeitspotenzial.
Mechanism
Harm Reduction
Additive ZNS-Depression durch Opioid-GABAerge Potenzierung
Die μ-Opioid-Wirkung von Tianeptin in Kombination mit der GABAergen Potenzierung durch Benzodiazepine führt zum gleichen Mechanismus wie bei klassischen Opioid-Benzodiazepin-Kombinationen: synergistische Atemdepression.
Mechanism
Harm Reduction
Atemdepression trotz Partialagonismus
Obwohl Buprenorphin (Wirkstoff in Suboxone) als partieller μ-Opioid-Agonist einen Ceiling-Effekt bei der Atemdepression hat, kann die Kombination mit Benzodiazepinen diesen Schutzmechanismus teilweise aufheben. Benzodiazepine sind bei einem erheblichen Anteil der Buprenorphin-assoziierten Todesfälle als Kofaktor nachweisbar.
Mechanism
Harm Reduction
Verstärkte GABAerge Sedierung
Kavalactone modulieren GABA-A-Rezeptoren und blockieren Natriumkanäle. Benzodiazepine potenzieren die GABA-A-Wirkung. Die Kombination führt zu verstärkter Sedierung und motorischer Beeinträchtigung. Die genaue Interaktion ist pharmakologisch nicht vollständig charakterisiert.
Mechanism
Harm Reduction
CYP-Hemmung kann Benzodiazepin-Plasmaspiegel erhöhen
CBD ist ein klinisch relevanter CYP3A4-Inhibitor. Viele Benzodiazepine werden über CYP3A4 metabolisiert (Alprazolam, Midazolam, Triazolam, Diazepam teilweise). Die Hemmung kann zu erhöhten Benzodiazepinspiegeln und verstärkter Sedierung, Ataxie und Atemdepressionsrisiko führen. Lorazepam und Oxazepam werden über Glucuronidierung abgebaut und sind weniger betroffen.
Mechanism
Harm Reduction
Check combinations of substances for potential interactions.
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