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Known pharmacological interactions based on scientific literature
This information is based on scientific literature and is for educational purposes only. It does not replace medical advice.
Lebensbedrohlich: Serotoninsyndrom durch DXM + MAO-Hemmung
DXM hemmt die Serotonin-Wiederaufnahme (SERT-Inhibitor). MAO-Hemmer blockieren den enzymatischen Serotoninabbau. Die Kombination eliminiert zwei der drei Hauptmechanismen der Serotonin-Clearance (Wiederaufnahme + enzymatischer Abbau). DXM ist in freiverkäuflichen Hustenmitteln enthalten — die Interaktion wird häufig nicht erkannt, insbesondere wenn der MAO-Hemmer ein Antidepressivum ist.
Mechanism
Harm Reduction
Serotoninsyndrom: Doppelte serotonerge Wirkung
DXM ist ein SERT-Inhibitor und Sigma-1-Agonist. In Kombination mit SSRI wird die Serotonin-Wiederaufnahme von zwei Substanzen gleichzeitig gehemmt. Die resultierende Serotoninerhöhung kann ein Serotoninsyndrom auslösen. DXM ist in freiverkäuflichen Hustenmitteln (Hustenstiller) weit verbreitet — die Interaktion wird daher häufig nicht erkannt. Das FDA-zugelassene Kombinationspräparat Auvelity (DXM + Bupropion) nutzt die CYP2D6-Hemmung durch Bupropion zur DXM-Plasmaspiegel-Erhöhung — bei zusätzlicher SSRI-Einnahme ist besondere Vorsicht geboten.
Mechanism
Harm Reduction
Serotoninsyndrom-Gefahr: Doppelte Serotonin-Wiederaufnahmehemmung
DXM hemmt die Serotonin-Wiederaufnahme (SERT-Inhibitor) und aktiviert Sigma-1-Rezeptoren. SNRI blockieren SERT und NET. Die Kombination führt zu einer funktionell doppelten SERT-Blockade — beide Substanzen konkurrieren am gleichen Transporter. Serotoninsyndrom-Fälle durch DXM + serotoninerge Antidepressiva (SSRI und SNRI) sind in der FDA-Sicherheitsdatenbank und in Fallberichten dokumentiert. DXM ist in freiverkäuflichen Hustenmitteln weit verbreitet — die Interaktion wird daher klinisch häufig nicht erkannt.
Mechanism
Harm Reduction
Serotoninsyndrom und kardiotoxische Wechselwirkungen
DXM wird primär über CYP2D6 metabolisiert. TCA (insbesondere Paroxetin, Fluoxetin und Bupropion, aber auch Amitriptylin) hemmen CYP2D6 und erhöhen dadurch die DXM-Plasmaspiegel (pharmakokinetische Interaktion). Pharmakodynamisch hemmen beide Substanzen den Serotonintransporter. DXM-Metabolit Dextrorphan blockiert zusätzlich NMDA-Rezeptoren. In Kombination mit der Natriumkanal-Blockade der TCA besteht ein duales Risiko: (1) Serotoninsyndrom und (2) kardiale Arrhythmien. Dieser Mechanismus wird klinisch im zugelassenen Kombipräparat Nuedexta (DXM + Quinidin) kontrolliert genutzt — die TCA-Interaktion ist unkontrolliert und dadurch riskanter.
Mechanism
Harm Reduction
Serotoninsyndrom: Doppelte serotonerge Aktivierung
MDMA setzt massiv Serotonin frei und bewirkt einen SERT-Umkehrtransport. DXM hemmt die Serotonin-Wiederaufnahme (SERT-Inhibitor). Die Kombination kann zu einer unkontrollierten Erhöhung der synaptischen Serotoninkonzentration und einem potenziell lebensbedrohlichen Serotoninsyndrom führen.
Mechanism
Harm Reduction
Atemdepression und serotoninerges Risiko
DXM (Dextromethorphan) ist ein NMDA-Antagonist mit relevanter SERT-Inhibition. In Kombination mit Opioiden entsteht eine additive Atemdepression. Bei serotoninergen Opioiden (Tramadol, O-DSMT, Fentanyl in hohen Dosen) besteht zusätzlich ein Serotoninsyndrom-Risiko. Pharmakokinetische Interaktionen über CYP2D6 können die Wirkstoffexposition unvorhersehbar verändern.
Mechanism
Harm Reduction
ZNS-Depression und erhöhte Nebenwirkungen
DXM und Ethanol sind beide NMDA-Antagonisten. Die Kombination verstärkt die ZNS-Depression und kann zu Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Bewusstseinseintrübung führen. Die sedierende Wirkung beider Substanzen addiert sich.
Mechanism
Harm Reduction
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