Stimulanzien wie Amphetamin, Methylphenidat und Kokain, die dopaminerge und noradrenerge Systeme aktivieren und Wachheit, Konzentration und Antrieb steigern.
Kokain ist ein Tropan-Alkaloid mit stark stimulierenden Eigenschaften. Es blockiert die Wiederaufnahme von Dopamin, Serotonin und Noradrenalin an den jeweiligen Transportern.
Amphetamin ist ein synthetisches Stimulans aus der Gruppe der Phenethylamine. Es erhöht die Freisetzung von Dopamin und Noradrenalin durch Umkehr der Transporterrichtung.
Methamphetamin ist ein potentes Stimulans mit hoher Lipophilie, das die Blut-Hirn-Schranke schnell überwindet. Es bewirkt eine massive Freisetzung von Monoaminen, insbesondere Dopamin.
Nikotin ist ein Alkaloid der Tabakpflanze, das als Agonist an nikotinischen Acetylcholinrezeptoren wirkt. Es besitzt ein hohes Abhängigkeitspotenzial und beeinflusst die dopaminerge Neurotransmission.
Koffein ist ein Xanthin-Alkaloid, das als Antagonist an Adenosinrezeptoren wirkt und dadurch wachheitsfördernd ist. Es ist die weltweit am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz.
Methylphenidat ist ein Piperidinderivat, das als Dopamin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer wirkt. Es wird primär zur Behandlung von ADHS eingesetzt und steigert Konzentration sowie Wachheit.
Mephedron (4-Methylmethcathinon) ist ein synthetisches Cathinon, das als Monoamin-Umkehrtransporter an SERT, DAT und NET wirkt. Es kombiniert stimulierende und empathogene Effekte, birgt jedoch erhebliches Abhängigkeitspotenzial und kardiovaskuläre Risiken.
NEP (N-Ethylpentedrone, N-Ethylnorpentedrone) ist ein synthetisches Cathinon und Research Chemical mit stimulierender, monoaminerger Wirkung. EUDA fuehrt NEP als neue psychoaktive Substanz im Early-Warning-System; der European Drug Report 2026 beschreibt zusaetzlich Fehlverkauf als 3-MMC mit unbeabsichtigter Exposition und Vergiftungen. Die substanzspezifische Human-Datenlage bleibt begrenzt, reicht aber fuer eine klare Warnlogik: Tachykardie, Hypertonie, Hyperthermie, Angst/Panik, Paranoia oder Psychose, Krampfanfaelle, Schlafentzug und Nachdosierungsdynamik sind zentrale Risiken. Kombinationen mit MAO-Hemmern, SSRI/SNRI/TCA, MDMA, Amphetamin, Kokain, 3-MMC/4-MMC, Tramadol oder Alkohol sind wegen additiver monoaminerger, kardiovaskulaerer, thermischer und krampfschwellenbezogener Belastung besonders vorsichtig einzuordnen.
alpha-PiHP (α-PiHP, α-Pyrrolidinoisohexanophenone) ist ein pyrovaleronartiges synthetisches Cathinon und Research Chemical. WHO beschreibt fuer α-PiHP psychostimulante Eigenschaften und wahrscheinliche Abuse-Liability; UNODC fuehrt die Substanz im NPS/Early-Warning-Kontext. Neuere pharmakologische und forensische Arbeiten zeigen ein ernst zu nehmendes Risikoprofil, ohne eine sichere klinische Dosierung oder Timeline zu etablieren. Zentrale Warnpunkte sind starke Stimulation, Tachykardie, Hypertonie, Hyperthermie, Agitation, Panik, Paranoia oder Psychose, Krampfanfaelle, Rhabdomyolyse, Dehydratation, Schlafentzug und compulsive redosing. Kombinationen mit MAO-Hemmern, SSRI/SNRI/TCA, MDMA, Amphetaminen, Kokain, Methylphenidat, anderen Cathinonen, Tramadol oder Alkohol koennen Belastung und Fehleinschaetzung deutlich verstaerken.
α-PVP (Alpha-Pyrrolidinovalerophenon) ist ein hochpotentes synthetisches Cathinon und Pyrrolidinderivat, das als starker DAT- und NET-Wiederaufnahmehemmer wirkt. Es besitzt ein extrem hohes Abhängigkeitspotenzial und kann stimulanzieninduzierte Psychosen auslösen.
α-PHP (Alpha-Pyrrolidinohexiophenon) ist ein synthetisches Cathinon und strukturelles Analogon von α-PVP mit starker DAT- und NET-Wiederaufnahmehemmung. Als Research Chemical mit minimaler Datenlage birgt es hohe Risiken für Abhängigkeit und psychotische Episoden.
3-FPO (3-Fluorophenmetrazin) ist eine Research Chemical aus der Gruppe der Phenmetrazin-Analoga. Die Pharmakologie ist weitgehend unerforscht; Wirkmechanismus, Metabolismus, Toxizitätsgrenzen und Langzeitrisiken sind nicht klinisch validiert. Verfügbare Hinweise basieren auf chemischer Strukturanalogie und unverifizierten Nutzberichten aus RC-Monitoringkontexten — kein Ersatz für pharmakologische Studien. Die Substanz ist mit stimulantientypischen Risiken assoziiert: kardiovaskuläre Belastung (Tachykardie, Hypertonie, Hyperthermie), Schlafentzug über Stunden bis Tage, erhöhter Nachdosierungsimpuls / Craving-Muster und unberechenbare Wirkintensität durch unklare Pharmakokinetik. Der genaue DAT/NET-Aktivierungsmodus — Substrat oder Inhibitor — ist nicht belegt. Community-Signale aus deutschsprachigen RC-Kontexten sind als Monitoring-Hinweis einzustufen, nicht als gesicherte Wirkungsdaten.
3-CMC (3-Chloromethcathinon, auch Clophedron) ist ein synthetisches Cathinon und Research Chemical mit stimulierender, monoaminerger Wirkung. EUDA/EMCDDA und WHO fuehren 3-CMC als neue psychoaktive Substanz mit relevanten Gesundheitsrisiken. Die genaue Humanpharmakologie ist weniger gut belegt als bei klassischen Stimulanzien; Aussagen muessen deshalb vorsichtig bleiben. Wichtige Risiken sind Tachykardie, Hypertonie, Hyperthermie, Angst/Panik, Krampfanfaelle, Schlafentzug, Nachlegedynamik und riskante Kombinationen mit MAO-Hemmern, serotonergen Medikamenten, MDMA, Amphetaminen, Kokain, Tramadol oder Lithium.